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Ting: Zusammen ist für alle mehr drin

Autorenbild: Zora ZublerZora Zubler

"Ting ist eine unkomplizierte und ehrliche Community, die Spielräume für Veränderungen schafft. Wir bauen mit monatlichen Beiträgen ein gemeinsames Vermögen auf, das allen Mitgliedern transparent und in Form eines zeitlich begrenzten Einkommens zur Verfügung steht. Wir gestalten die Zukunft aktiv mit, indem wir Raum für neue Ideen, Unternehmerisches sowie Neuorientierung schaffen."


Gestartet sind sie mitten in der Pandemie 2020. Im Team arbeiten aktuell Ralph Moser, Silvan Groher, Ondine Riesen (beantwortet hier unsere Fragen) und Miriam Meier.


Team Ting © Juri Seger
Mitglieder berichten aus Erfahrungen an einem Ting-Geschichten Abend in Zürich. © Juri Seger

Wie seid ihr entstanden? Und wie habt ihr euch seither entwickelt?


Die Frage war: Wie würden sich Menschen verhalten , wenn sie keine existenziellen Ängste hätten. Wir sind davon ausgegangen, dass Menschen mehr in die Kreation kommen würden. Dass sie ihre Ideen umsetzen versuchen würden. Aber wie kriegen wir ohne Grundeinkommen sowas hin? Das war der Anfang. Heute sind wir 650 Mitglieder, die monatlich knapp 40’000 Franken untereinander teilen. Bisher haben wir über 1’1 Millionen CHF ineinander investiert und über 110 Vorhaben unterstützen können.


Wie Ting funktioniert

Was sind die grössten Herausforderungen, die sich euch gestellt haben? Und wie seid ihr damit umgegangen?


Am Anfang wurden wir belächelt. «Wie soll denn das gehen, dass Leute Geld teilen?» Das Misstrauen innerhalb der Gesellschaft war deutlich spürbar. Besonders wenns um die Ressource Geld geht. Obwohl wir alle in die AHV einzahlen, versichert sind und Erfahrung mit anderen Sharing Formaten wie Airbnb und ähnlichen hatten.


Wir wussten, dass der einzige Weg über die Umsetzung ging. Wir würden Ting zum Laufen bringen, auch um zu zeigen, dass Menschen fähig sind alte Denkweisen zu hinterfragen und neues zu wagen.


Was sind eure drei wichtigsten Learnings, die auch für andere Projekte spannend sein könnten?


Wir hatten gedacht, dass wir viele Stiftungen finden würden, die unsere Sprache sprechen und pionierhafte Konzepte gerne unterstützen. Wir hatten eine naive Vorstellung von Philanthropie. Heute wissen wir, dass pionierhafte Projekte, die breit wirksam sind, in keine vorhandene Sparte in der klassischen Stiftungslandschaft passen.


Auch waren wir uns nicht bewusst, wie hoch die gedanklichen Hürde für viele sein würde, über gemeinsam geteiltes Geld nachzudenken.


Komplexe Themen brauchen einen sehr langen Atem. Es geht ja nicht einfach darum ein neues Produkt zu verkaufen, sondern die Sichtweise auf den Status Quo zu verändern. Das dauert.




 

Was steht in der Zukunft an? Wo soll sich das Projekt hin entwickeln?


Seit letztem Herbst arbeiten wir mit dem Framework der SDGs, was die Vorhaben der Mitglieder gegen innen und auch aussen schärft. Ganz neu dürfen auch Vereine Mitglied werden. Das wird spannend für die Community und die Vereine. Es ist ein toller Weg Synergien sinnvoll zu nutzen. Was auch dieses Jahr passieren wird, über was wir uns irre freuen, ist die Forschung der Hochschule Luzern zu unserer Community.


Wo finden wir mehr Infos zu euch und erfahren, was bei euch ansteht?






 
 
 

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